Die Holunderblüte ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch lecker und gesund!

Holunderblüten roh genießen – Deine Tipps und Tricks
Du startest hier auf dem Blog in eine spannende Serie über essbare Blumen. Die Natur hat ihre eigenen Geheimnisse, und eines davon ist die Holunderblüte. In ihrer zarten Schönheit birgt sie nicht nur eine bezaubernde Ästhetik, sondern auch zahlreiche kulinarische und gesundheitliche Vorzüge.
Holunderblüten duften verführerisch und von Mai bis Juni findest du sie überall – im Wald, auf dem Feld und vielleicht sogar in deinem Garten.
Neben Tee und Sirup machst du daraus auch Holunder-Champagner und andere Leckereien – zum Beispiel Rohkost-Eis oder Rohkost-Kuchen mit Holunderblüten. Oder probier doch mal meinen Holunderblütensirup.
Holunderblüten roh essen – ja oder nein?
Ja – die Blüten kannst du roh genießen. Zupfe sie einfach von den Dolden und lass die grünen Stiele weg: Stiele, Blätter und unreife Beeren enthalten einen Stoff, der roh Übelkeit auslösen kann. Die reifen Beeren isst du nur gekocht – die Blüten dagegen sind roh ein Genuss.
Und so wirkt die Holunderblüte traditionell auf deinen Körper:
- fördert die Urinausscheidung,
- bringt dich zum Schwitzen,
- lindert deinen Husten,
- und unterstützt deine Verdauung.
Traditionell wird die Holunderblüte außerdem bei Erkältungen eingesetzt – als Tee, etwa vor der Sauna, zur Stärkung der Abwehrkräfte –, und sie bereichert deine Ernährung.
Denn sie ist voller Vitamine E, C und A und enthält wichtige Mineralien wie Kalium.


Rezepte mit rohen Holunderblüten
- Tee,
- Sirup (aber Achtung, die Blüten nicht waschen, damit der Pollen erhalten bleibt),
- oder sogar Holunder-Champagner.
- Rohkost-Kuchen und -Torten
Gib Holunderblüten in deinen grünen Smoothie oder rühre sie in eine Cashewcreme – zum Beispiel für ein Rohkost-Eis oder eine Tortencreme. Sie verleihen allem einen süßlichen, honigähnlichen Geschmack.
Holunder harmoniert übrigens perfekt mit Erdbeeren, Himbeeren und Zitronencreme.
Rezept: Holunderblütensirup selbstgemacht
Wenn du das Glück hast, an einem Ort ohne Autos zu sein, dann hast du den idealen Ort zum Sammeln der Holunderblüten gefunden. Nach dem Sammeln bist du nur wenige Schritte von einem köstlichen Sirup entfernt:
- Nimm 20-30 Holunderblüten und achte darauf, die Blüten nicht zu schütteln oder zu waschen, damit der wertvolle Pollen erhalten bleibt.
- Gib die Blüten in 2 Liter Wasser zusammen mit 5-6 Bio-Zitronenschalen.
- Füge 250 g Stevia oder Erythrit hinzu, je nach deinem Geschmack.
- Lass die Mischung 3-4 Tage stehen und rühre sie täglich um.
- Bewahre den Sirup im Kühlschrank auf und genieße ihn frisch. Nachdem du ihn zubereitet hast, sollte der Holunderblütensirup innerhalb weniger Tage konsumiert werden, da er keine Konservierungsstoffe enthält.
Ein kleiner Tipp: Wenn du deinen Holunderblütentee in einer verschlossenen Flasche fermentieren lässt, wirst du mit einem feinen Holunder-Champagner belohnt. Prost!
Tipps zum richtigen Sammeln.
Die beste Zeit, um diese duftenden Blüten zu pflücken, ist an einem trockenen, sonnigen Tag, vorzugsweise am Vormittag. Dabei solltest du darauf achten, Orte fernab von Straßen und Abgasen zu wählen, um nur die reinsten und saubersten Blüten zu ernten.
Weitere essbare Wildpflanzen findest du in Brennnessel roh essen und in meiner Rohkost Lebensmittel-Liste. Warum Wildkräuter für mich zu den Säulen der Rohkost gehören, liest du in Vorteile der Rohkost.
Häufige Fragen zu Holunderblüten
Kann man Holunderblüten roh essen?
Ja. Die Blüten sind roh essbar – entferne nur die grünen Stiele.
Welche Teile vom Holunder sind giftig?
Stiele, Blätter und unreife Beeren solltest du nicht roh essen. Reife Beeren isst du nur gekocht.
Wann sammelt man Holunderblüten?
Von Mai bis Juni, am besten an einem trockenen, sonnigen Vormittag und fernab von Straßen.
Muss man Holunderblüten waschen?
Besser nicht – kurz ausschütteln genügt, damit der aromatische Pollen erhalten bleibt.











