10 Tage Smoothie Challenge mit Rezepte, Einkaufsliste und Coaching
Entdecke die Gesundheitsvorteile von Smoothies und wie sie den Körper positiv beeinflussen.
Smoothies sind seit Jahren ein Hit. Doch viele wissen nicht genau, was sie sind, warum und wie sie konsumiert werden sollten. Tauchen wir tiefer ein, um die Geheimnisse und Vorteile dieses Getränks zu entdecken.
Erfahrungen aus meiner Praxis
Vor kurzem veranstalteten wir einen Tag der offenen Tür in meiner Praxis. Viele kamen mit unterschiedlichsten Fragen, hauptsächlich bezogen auf Lebensstilveränderungen, die teilweise die Ernährung betrafen, aber auch einen gesünderen, energiereicheren und glücklicheren Lebensstil.
Einige erzählten von ihren Ernährungsgewohnheiten. Unsere Gewohnheiten sind tief verwurzelt, oft geerbt von unseren Eltern und Familien. Es ist nicht einfach, diese zu ändern, aber mit Aufmerksamkeit, Disziplin und der richtigen Anleitung ist es möglich. Wenn viele von euch mehr darüber wissen möchten, werde ich gerne darüber schreiben.
Der Wandel zur Rohkost und Smoothies
Viele haben bereits den Weg des Wandels eingeschlagen. Sie möchten mehr für ihre Gesundheit tun und probieren die aktuellen Diättrends aus. Einige davon fanden so zur Rohkost und Smoothie-Konsum. Ich war ziemlich überrascht, als sie mir erzählten, wie sie ihre Smoothies zubereiten. Der Wechsel zur Rohkost oder jeder gesunden Ernährung ist nicht einfach. Es ist schwierig, die alten Gewohnheiten loszuwerden. Konsultiere vor Beginn unbedingt einen Experten oder Ernährungsberater.

Zurück zu den Smoothies: Wichtige Fakten
- Ein Smoothie ist kein Getränk, sondern ein Lebensmittel. Man trinkt ihn nicht stundenlang, sondern konsumiert ihn, wenn er für das Frühstück vorgesehen ist, eben zum Frühstück.
- Smoothies müssen „gekaut“ werden. Sie werden nicht sofort geschluckt, sondern leicht gekaut, da die Verdauung im Mund beginnt.
- Ein Smoothie besteht aus Früchten und/oder Gemüse.
- Zu Obst sollte man kein Gemüse hinzufügen, nur grünes Blattgemüse. Zum Beispiel Spinat, Sellerie oder andere grüne Blätter.
- Wenn man einen Gemüsesmoothie möchte, sollte man ihn nicht mit Obst mischen.
- Ein Smoothie wird mit Wasser und nicht mit Milch zubereitet.
- Die grünen Blätter sind die Hauptsache – Obst nur sparsam, zum Beispiel ein paar Heidelbeeren.
- Nüsse gehören nicht in den grünen Smoothie – Chiasamen, Moringa und Algen dagegen schon.
- „Ich gebe Essig in meinen Smoothie, damit er leichter verdaut wird, halten Sie das für richtig?“, fragte ein Besucher. Dies war die Frage, die mich am meisten inspirierte, diesen Artikel zu schreiben.
- Smoothies sollten immer aus frischen, saisonalen Früchten und Blättern zubereitet werden.
Mein grüner Smoothie – jeden Tag
Mein grüner Smoothie besteht vor allem aus grünen Blättern. Die Basis ist bei mir Rote Bete – die Knolle und auch die Blätter –, dazu Staudensellerie (für mich ein Blattgemüse) und Wildkräuter wie Brennnessel. Dazu kommen höchstens eine Handvoll Heidelbeeren und eine halbe Avocado, 2 Teelöffel Chiasamen, Moringa (Pulver oder frisch) und Algenpulver – Spirulina und Chlorella –, alles mit Wasser gemixt.
Wer es süßer mag, nimmt einen Apfel oder eine Banane dazu – Hauptsache, die grünen Blätter machen den größten Teil aus. Wenn du mehr Eiweiß möchtest, gib einen Löffel pflanzliches Proteinpulver dazu. An zwei bis drei Tagen pro Woche ersetze ich den Smoothie durch Chia-Pudding. Wie der Smoothie in meinen Tag passt, zeige ich dir im Rohkost Tagesplan; warum Moringa, Algen und grüne Blätter so wertvoll sind, liest du in Vorteile der Rohkost und Algen: Das grüne Superfood aus dem Meer.
Warum sollten wir Smoothies trinken?
Sie versorgen uns mit Vitaminen, Mineralien und Energie. Sie sind leicht verdaulich und eine gute Alternative zum Obstkonsum.
Durch regelmäßigen Smoothie-Konsum kann man folgende Vorteile erwarten:
- Nährstoffversorgung: Dank der Vielfalt an Früchten, Gemüsen und anderen Zutaten, die in einem Smoothie verwendet werden können, sind sie eine ausgezeichnete Quelle für essenzielle Vitamine und Mineralien.
- Verdauungsfördernd: Smoothies, besonders solche, die Ballaststoffe aus Gemüse und Obst enthalten, können die Verdauung unterstützen und Probleme wie Verstopfung vermindern.
- Energie, die bleibt: Die Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Chlorophyll gibt dir eine ruhige, gleichmäßige Energie – ohne Zuckerspitzen.
- Haut-, Haar- und Nagelgesundheit: Die Vitamine und Mineralien in Smoothies, insbesondere Vitamin C und E sowie Biotin, können zu einer gesünderen Haut, stärkeren Nägeln und glänzenderem Haar beitragen.
- Gewichtsmanagement: Mit den richtigen Zutaten können Smoothies eine sättigende und nährstoffreiche Mahlzeit sein, die dabei helfen kann, das Gewicht zu halten oder sogar abzunehmen.
Chlorophyll in grünem Blattgemüse und Wildkräutern
Chlorophyll ist der grüne Pigmentfarbstoff in Pflanzen, der ihnen hilft, Licht zu absorbieren und in Energie umzuwandeln. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Photosynthese, wodurch Pflanzen wachsen und sich ernähren können. Aber was bedeutet das für unsere Gesundheit und warum sollten wir Smoothies mit grünem Blattgemüse und Wildkräutern zu uns nehmen?
Die gesundheitlichen Vorteile von Chlorophyll
Das in grünem Blattgemüse und Wildkräutern enthaltene Chlorophyll bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich:

Chlorophyll und grünes Blattgemüse – was die Forschung zeigt
Chlorophyll ist mehr als nur Farbe. In einer kleinen Studie erhielten Freiwillige zusammen mit einer winzigen, unbedenklichen Menge des Schimmelpilzgifts Aflatoxin natürliches Chlorophyll – den grünen Farbstoff, wie er in Spinat und allen grünen Blättern vorkommt. Das Chlorophyll bremste die Aufnahme des Giftes in den Körper deutlich [1]. Die Studie war sehr klein – nur drei Teilnehmende –, deutet aber darauf hin, dass Chlorophyll aus der Nahrung die Aufnahme bestimmter Schadstoffe begrenzen kann.
Grünes Blattgemüse ist auch Nahrung für dein Gehirn: In einer Beobachtungsstudie mit 960 älteren Menschen verlief der geistige Abbau bei denen, die täglich gut eine Portion grünes Blattgemüse aßen, deutlich langsamer – der Unterschied entsprach etwa elf Lebensjahren [2].
Grüne Blätter und Rote Bete sind außerdem reich an natürlichem Nitrat. Eine Meta-Analyse von 16 randomisierten Studien zeigte: Nitrat – zum Beispiel aus Rote-Bete-Saft – senkte den oberen (systolischen) Blutdruck im Schnitt um 4,4 mmHg [3]. Genau deshalb kommen bei mir Rote Bete und ihre Blätter jeden Tag in den Smoothie.
Blutbildung
In der Naturheilkunde wird Chlorophyll traditionell mit der Blutbildung in Verbindung gebracht, denn es ähnelt in seiner Struktur dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin.
Antioxidative Eigenschaften
Chlorophyll und die vielen Pflanzenstoffe grüner Blätter wirken antioxidativ und helfen, die Zellen vor freien Radikalen zu schützen.
Wie kann man grünes Blattgemüse und Wildkräuter in Smoothies verwenden?
Die Einbeziehung von grünem Blattgemüse und Wildkräutern in deinen Smoothie ist einfach und erhöht nicht nur den Nährstoffgehalt, sondern fügt auch eine lebendige Farbe und einen frischen Geschmack hinzu.
Auswahl des richtigen Gemüses und Kräuters
Beliebte Optionen für Smoothies sind Spinat, Grünkohl, Mangold, Wildkräuter wie Brennnessel, Löwenzahn und Vogelmiere. Sie sind nicht nur reich an Chlorophyll, sondern auch an anderen essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen.
Menge und Kombination
Zum Einstieg darfst du das Grünzeug mit etwas süßem Obst kombinieren – mit der Zeit brauchst du immer weniger. Ich selbst nehme höchstens ein paar Heidelbeeren und eine halbe Avocado.
Vorbereitung
Stelle sicher, dass das grüne Blattgemüse und die Wildkräuter gut gewaschen und von jeglichem Schmutz befreit sind. Grobe Stiele können entfernt werden, sind aber nicht zwingend notwendig, da sie zusätzliche Fasern und Nährstoffe enthalten.
Mixen und Genießen
Nachdem du dein Blattgemüse und deine Kräuter vorbereitet hast, füge sie einfach zu deinen anderen Smoothie-Zutaten hinzu und mixe, bis alles gut vermischt und glatt ist.
Das Hinzufügen von grünem Blattgemüse und Wildkräutern zu deinen Smoothies ist eine hervorragende Möglichkeit, die Vorteile von Chlorophyll und anderen lebenswichtigen Nährstoffen zu nutzen. Sie verleihen deinem Getränk nicht nur einen Nährstoffschub, sondern auch einen frischen Geschmack, der sowohl erfrischend als auch nahrhaft ist.
Fazit
Smoothies sind mehr als nur ein trendiges Getränk. Richtig zubereitet und als Teil einer ausgewogenen Ernährung konsumiert, können sie eine Fülle von gesundheitlichen Vorteilen bieten. Indem man die Grundlagen versteht und die richtigen Zutaten wählt, kann jeder die Vorteile dieses köstlichen und nährstoffreichen Lebensmittels nutzen. Wenn du grüne Smoothies zehn Tage lang mit Begleitung ausprobieren möchtest: Zur 10-Tage Smoothie-Challenge.
Ob Säfte oder Smoothies besser zu dir passen – gerade beim Fasten –, vergleiche ich in Saftfasten oder Smoothie-Fasten: Was passt zu dir?.
Häufige Fragen zu grünen Smoothies
Was bewirkt ein grüner Smoothie?
Ein grüner Smoothie liefert viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Chlorophyll aus grünen Blättern und Wildkräutern. Er unterstützt die Verdauung und ist ein einfacher Weg, jeden Tag viel Grün zu essen.
Wann trinkt man grüne Smoothies am besten?
Am besten als eigene Mahlzeit, zum Beispiel morgens oder als erste Mahlzeit des Tages – und langsam, fast „gekaut“, nicht nebenbei.
Welche Wildkräuter passen in den Smoothie?
Brennnessel, Löwenzahn, Giersch und Vogelmiere passen wunderbar. Im Mixer werden die Brennhaare der Brennnessel sofort unschädlich.
Ersetzt ein Smoothie eine Mahlzeit?
Ja – ein grüner Smoothie ist kein Getränk nebenbei, sondern ein Lebensmittel. Mit Avocado, Chiasamen oder pflanzlichem Proteinpulver hält er lange satt.
Quellen
- Jubert C. et al. (2009): Effects of chlorophyll and chlorophyllin on low-dose aflatoxin B1 pharmacokinetics in human volunteers. Cancer Prevention Research. PubMed
- Morris M.C. et al. (2018): Nutrients and bioactives in green leafy vegetables and cognitive decline: prospective study. Neurology. PubMed
- Siervo M. et al. (2013): Inorganic nitrate and beetroot juice supplementation reduces blood pressure in adults: a systematic review and meta-analysis. Journal of Nutrition. PubMed












