BLOG

Saftfasten Wirkung: Was im Körper passiert

saftfasten-wirkungen-vorteile-nachteileAufzählung Icon
Monika Gungl Portrait
Ein Blogbeitrag von:
Monika Gungl
Letzte Änderung:
30. September 2026
Lesedauer:

Was passiert eigentlich im Körper, wenn du ein paar Tage nur Säfte trinkst? Hier erzähle ich dir, was ich selbst in über 30 Jahren Fasten erlebe – und was die Forschung bisher dazu sagt. Ehrlich, auch da, wo die Wissenschaft noch am Anfang steht. Wie du Schritt für Schritt vorgehst, findest du in meiner Saftfasten-Anleitung.

Warum soll ich Saftfasten machen?

Saftfasten bietet eine Pause von der normalen Ernährung und ermöglicht es dem Körper, sich von den Belastungen der Verarbeitung fester Nahrung zu erholen. Es ist eine Methode, um den Körper zu entlasten, das Verdauungssystem zu entlasten und sich auf eine gesündere Lebensweise vorzubereiten

Wirkung von Saftfasten: Was im Körper passiert

Wenn keine feste Nahrung mehr kommt, stellt dein Körper in den ersten Tagen seinen Stoffwechsel um: Er nutzt zunehmend seine Fettreserven, und die Leber bildet Ketonkörper, die auch dem Gehirn als Energie dienen. Beim Saftfasten verläuft diese Umstellung sanfter als beim Wasserfasten, weil die Säfte etwas Zucker liefern.

Was ich selbst – und viele, die mit mir fasten – spüren

  • Die Verdauung kommt zur Ruhe, der Bauch wird leichter.
  • Ab dem zweiten oder dritten Tag kommen oft mehr Energie und ein klarer Kopf.
  • Das Gespür für Hunger und Sättigung wird feiner.
  • Nach dem Fasten schmeckt einfaches Essen intensiver – und die Lust auf Fettes, Salziges und Süßes lässt oft nach.

Das sind Erfahrungen, keine Heilversprechen. Was davon inzwischen wissenschaftlich untersucht ist, liest du im nächsten Abschnitt.

Was sagt die Forschung?

Zum Saftfasten selbst gibt es bisher nur wenige Studien. Vieles, was wir über Fasten wissen, stammt aus Untersuchungen zum Heilfasten nach Buchinger, das dem Saftfasten mit seinen Säften und Brühen sehr nahe ist. Hier die wichtigsten Ergebnisse – vorsichtig zusammengefasst:

Darmflora: messbare Veränderungen nach drei Tagen

In einer kleinen Studie tranken 20 gesunde Erwachsene drei Tage lang nur Gemüse- und Obstsäfte. Danach hatte sich die Zusammensetzung ihrer Darmbakterien messbar verändert. Im Schnitt verloren sie 1,7 Kilo, zwei Wochen später war davon noch knapp ein Kilo geblieben. Viele Veränderungen bildeten sich in diesen zwei Wochen wieder zurück [1]. Ein spannender Hinweis – aber kein Beweis für eine dauerhafte Wirkung.

Blutdruck, Blutzucker und Stoffwechsel

In einer großen Beobachtungsstudie mit 1422 Menschen, die 4 bis 21 Tage nach Buchinger fasteten, sanken Gewicht, Bauchumfang und Blutdruck. Blutfette und Blutzucker entwickelten sich günstig, und die Ketonkörper stiegen – ein Zeichen für die Umstellung des Stoffwechsels. Von den Teilnehmenden, die mit Beschwerden kamen, berichteten 84 % von einer Besserung [2]. Weil es keine Vergleichsgruppe gab, zeigt die Studie Zusammenhänge, aber keine sicheren Ursachen.

Rheuma: Fasten – und danach eine andere Ernährung

In einer kontrollierten Studie aus Norwegen fasteten Menschen mit rheumatoider Arthritis 7 bis 10 Tage und ernährten sich danach ein Jahr lang vegetarisch. Schmerzen, Schwellungen und Entzündungswerte besserten sich – und der Vorteil war nach einem Jahr noch da [3]. Wichtig: Die Wirkung kam aus dem Fasten und der Ernährungsumstellung danach zusammen.

Stimmung und innere Ruhe

Eine Übersichtsarbeit beschreibt, dass viele Fastende zwischen dem zweiten und siebten Tag von besserer Stimmung, mehr Wachheit und innerer Ruhe berichten. Wie lange das anhält, ist noch offen [4].

Autophagie: spannend, aber beim Menschen erst am Anfang

Autophagie ist die „Zellreinigung”: Zellen bauen beschädigte Bestandteile ab und verwerten sie neu. Dass Fasten sie anregt, ist in Tierversuchen gut belegt – beim Menschen war es lange nicht nachgewiesen. Eine Studie von 2025 fand erste Hinweise darauf [5]. Mehr dazu in meinem Artikel Fasten und Longevity.

Und die Entgiftung?

Dass Detox-Kuren gezielt Schadstoffe ausleiten, ist wissenschaftlich kaum untersucht [6]. Entgiften tun Leber, Nieren und Darm jeden Tag selbst – Fasten gibt ihnen nach meiner Erfahrung eine Pause. Mehr dazu und zu den typischen Begleiterscheinungen in meinem Artikel Entgiftung beim Fasten.

saftfasten-macht-ein-geschaeftsfuehrer-bei-der-arbeit

Nachteile von Saftfasten:

  • Weniger Ballaststoffe: Säfte enthalten weniger Ballaststoffe als ganze Früchte.
  • Fehlende fettlösliche Vitamine: Einige Vitamine sind in Säften weniger vorhanden.
  • Abbau von Muskelmasse: Bei längerem Fasten kann es zum Abbau von Muskelmasse kommen.
  • Fruchtzucker: Obstsäfte enthalten viel Zucker – deshalb setze ich überwiegend auf Gemüse.

Für wen ist eine Saftkur geeignet?

Saftfasten ist in der Regel für gesunde Erwachsene geeignet. Bei bestehenden Krankheiten oder gesundheitlichen Bedenken sollte jedoch vorher ein Arzt konsultiert werden.

Wie lange solltest Du Saftfasten praktizieren?

Die Dauer des Saftfastens kann stark variieren und hängt von deinen individuellen Zielen und deiner bisherigen Erfahrung mit Fasten ab. Es ist möglich, für nur einen Tag zu fasten, aber einige Programme können bis zu drei Wochen dauern. Wenn Du noch nie gefastet hast, ist es ratsam, mit einem kürzeren Zeitraum, wie maximal einer Woche, zu beginnen. So kann sich dein Körper an diese neue Erfahrung anpassen, ohne überfordert zu werden.

Wie sich eine ganze Woche Tag für Tag anfühlt, beschreibe ich in 7 Tage Fasten Tag für Tag.

Wann ist die beste Zeit für Saftfasten?

Grundsätzlich kannst Du zu jeder Zeit fasten, die für dich am ruhigsten und stressfreisten ist. Es ist wichtig, eine Zeit zu wählen, in der Du dich entspannen und auf den Prozess konzentrieren kannst, ohne von den alltäglichen Verpflichtungen überwältigt zu werden.

Ich selbst faste gern bei abnehmendem Mond – eine alte Tradition, die mir guttut.

Viele fasten auch in der christlichen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Wie du diese Zeit bewusst nutzen kannst, erzähle ich in meinem Fastenzeit-Guide.

Häufige Symptome während des Saftfastens

In den ersten Tagen können Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Frieren auftreten – meist am zweiten oder dritten Tag und meist harmlos. Woher sie kommen, was hilft und wann du besser aufhörst, erkläre ich ausführlich in Entgiftung beim Fasten: Nebenwirkungen, Symptome und was hilft.

Häufige Fragen zur Saftfasten-Wirkung

Wie sinnvoll ist Saftfasten?

Für gesunde Erwachsene kann Saftfasten eine gute Möglichkeit sein, der Verdauung eine Pause zu gönnen und bewusster mit dem Essen umzugehen. Studien zum Heilfasten zeigen günstige Effekte etwa auf Blutdruck und Stoffwechsel. Ein Wundermittel ist es nicht – am meisten bringt es, wenn du danach bewusster isst.

Welche Nachteile hat Saftfasten?

Säfte enthalten wenig Ballaststoffe und – bei viel Obst – viel Fruchtzucker. Bei längerem Fasten kann Muskelmasse abgebaut werden. In den ersten Tagen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Frieren möglich. Für Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit Diabetes oder Essstörungen ist Saftfasten nicht geeignet.

Ist Saftfasten wissenschaftlich belegt?

Zum Saftfasten selbst gibt es erst wenige, kleine Studien – etwa zu Veränderungen der Darmflora nach drei Tagen. Besser untersucht ist das Heilfasten nach Buchinger, das dem Saftfasten sehr nahe ist. Die Ergebnisse sind vielversprechend, viele Fragen – etwa wie lange die Effekte anhalten – sind aber noch offen.

Ist Saftfasten das Richtige für Dich?

Wenn Dein Interesse geweckt ist und Du herausfinden möchtest, ob Saftfasten zu Deinen persönlichen Gesundheitszielen passt, lade ich Dich ein, meinen speziellen Test zu absolvieren. Dieser Test gibt Dir Einblicke, ob und inwiefern Saftfasten für Deine individuellen Bedürfnisse und Ziele geeignet sein könnte. Mach meinen Saftfasten-Test und finde heraus, ob eine Saftkur zu dir passt.

Dein Weg zu einem gesünderen Leben

Bist Du bereit für eine positive Veränderung in Deinem Leben? Ich biete Dir speziell entwickelte Fastenprogramme an, die Deinem Körper und Geist eine wohltuende Erfrischung bieten. Wenn du mehrere Programme kombinieren möchtest: Im Paket sind sie günstiger als einzeln.

  1. Saftfasten-Programm: Sieben Tage Saftkur mit Plan, Rezepten und meiner Begleitung. Zum 7-Tage-Saftfasten
  2. 10-Tage Smoothie-Challenge: Fühle die belebende Wirkung der Smoothies. Zur 10-Tage Smoothie-Challenge
  3. 21-Tage Rohkost-Challenge: Erlebe die Vorteile einer rohkostbasierten Ernährung. 21-Tage Rohkost Challenge: Entgiften, Abnehmen, Wohlfühlen Zur 21-Tage Rohkost-Challenge

Spezielles Paketangebot und individuelles Coaching

Ich biete auch ein besonderes Paketangebot an, in dem alle drei Programme zu einem vergünstigten Preis enthalten sind. Es ist eine großartige Gelegenheit, verschiedene Methoden der Körperreinigung auszuprobieren.

Außerdem biete ich persönliches Coaching an, um Dich auf Deinem Weg zu unterstützen. Buche jetzt ein kostenloses Erstgespräch, um zu erfahren, wie ich Dir helfen kann.

Quellen

  1. Henning S. M. u. a. (2017): Health benefit of vegetable/fruit juice-based diet: Role of microbiome. Scientific Reports 7: 2167. Scientific Reports
  2. Wilhelmi de Toledo F. u. a. (2019): Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects. PLOS ONE 14(1): e0209353. PubMed
  3. Kjeldsen-Kragh J. u. a. (1991): Controlled trial of fasting and one-year vegetarian diet in rheumatoid arthritis. The Lancet 338: 899–902. PubMed
  4. Fond G. u. a. (2013): Fasting in mood disorders: neurobiology and effectiveness. A review of the literature. Psychiatry Research 209: 253–258. PubMed
  5. Bensalem J. u. a. (2025): Intermittent time-restricted eating may increase autophagic flux in humans: an exploratory analysis. Journal of Physiology 603: 3019–3032. PubMed
  6. Klein A. V., Kiat H. (2015): Detox diets for toxin elimination and weight management: a critical review of the evidence. Journal of Human Nutrition and Dietetics 28(6): 675–686. PubMed

Sicher dir jetzt ein kostenloses Erstgespräch!

Monika Gungl Portrait

Über Monika Gungl

Ich bin Monika Gungl, eine leidenschaftliche transpersonale, Integral psychologische Beraterin, Coach und Ernährungsberaterin. Mit einem ganzheitlichen Ansatz in der Psychologie begleite ich dich liebevoll auf deinem Weg zur persönlichen Entwicklung. Meine Erfahrung und mein Streben nach kontinuierlicher Weiterbildung ermöglichen es mir, dich dabei zu unterstützen, deine Ziele zu erreichen und die beste Version von dir selbst zu entfalten.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dir an deinem persönlichen Wachstum zu arbeiten!

Hast du Fragen oder Anmerkungen?